Zum Hauptinhalt springen
Wunschliste

Welche Paradigmen fehlen?

Kolleginnen und Kollegen sagen uns, welche Experimente sie gern mit den Daten ihrer eigenen Studierenden zeigen würden. Diese Seite sammelt die Wünsche nach Bereichen und vermerkt, wenn einer umgesetzt ist.

Fehlt etwas für Ihre Lehre? Nutzen Sie das Feedback-Formular in der Fußzeile oder schreiben Sie an marian.sauter@uni-ulm.de. Jeder Wunsch landet hier, ohne Namen.

Gedächtnis

  • Serielle Positionskurve (freier Abruf)

    Eine Wortliste wird gezeigt und danach in beliebiger Reihenfolge abgerufen; der Abruf nach Listenposition zeigt Primacy- und Recency-Effekt.

    Gewünscht2 Anfragen
  • Sperlings Teilbericht (ikonisches Gedächtnis)

    Eine Buchstabenmatrix blitzt auf, dann nennt ein Hinweis eine Zeile; der Teilbericht zeigt, dass mehr verfügbar war, als der Gesamtbericht vermuten lässt.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Roediger-McDermott-Wortlisten (falsche Erinnerungen)

    Listen assoziierter Wörter werden gelernt; im Wiedererkennungstest sind viele sicher, das nie gezeigte kritische Wort gesehen zu haben.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Schemagetriebenes Szenengedächtnis

    Nach kurzem Blick auf eine Szene (ein Büro, eine Küche) werden schemapassende Objekte auch dann erinnert, wenn sie gar nicht da waren.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Emotionales Gedächtnis (Wiedererkennen von Wortlisten)

    Neutrale und emotionale Wörter einer gelernten Liste werden unter neuen wiedererkannt; Emotionales wird besser behalten.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Kontinuierlicher Farbbericht (Präzision des Arbeitsgedächtnisses)

    Farben werden behalten und auf einem Farbkreis reproduziert; die Fehlerverteilung trennt Präzision von Raten, als Ergänzung zur Change Detection.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Metagedächtnis-Illusion (Schriftgrößeneffekt)

    Groß gedruckte Wörter erhalten höhere Lernurteile, werden aber nicht besser behalten: eine Dissoziation von Urteil und Gedächtnis.

    Gewünscht1 Anfrage

Sprache

  • Semantisches Priming in einer lexikalischen Entscheidungsaufgabe

    Wort oder Nichtwort? Ein verwandter Prime (Arzt → Pflegerin) beschleunigt die Entscheidung (Neely, 1977). Stimuli könnten aus dem SPAML-Projekt stammen.

    Gewünscht4 Anfragen

Lernen und Konditionierung

  • Farb-Wort-Kontingenzlernen

    Studierende klassifizieren die Druckfarbe neutraler Wörter; jedes Wort erscheint meist in einer Farbe, und Reaktionen auf die häufigen Paarungen werden schneller (Schmidt et al., 2007). Eine kurze Frage am Ende klärt, ob jemand den Zusammenhang bemerkt hat.

    Gewünscht2 Anfragen
  • Valenz-Kontingenzlernen

    Neutrale Wörter werden meist mit positiven oder negativen Wörtern gepaart; der häufigkeitsbasierte Lerneffekt und ein Effekt evaluativer Konditionierung lassen sich beide berechnen (Schmidt & De Houwer, 2012).

    Gewünscht1 Anfrage
  • Evaluative Konditionierung

    Neutrale Reize, die mit angenehmen oder unangenehmen Reizen gepaart werden, ändern ihre eigene Bewertung.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Klassische Konditionierung

    Eine Demonstration von Erwerb und Löschung mit einem konditionierten und einem unkonditionierten Reiz, soweit ein Handy das erlaubt.

    Gewünscht2 Anfragen
  • Operante Konditionierung

    Eine Demonstration, wie Verstärkungspläne die Reaktionsrate formen.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Habituation, Sensitivierung, Diskrimination und Generalisierung

    Die grundlegenden Lernphänomene der Allgemeinen Psychologie II, für die es noch keine Aufgabe gibt.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Serielle Reaktionszeitaufgabe (implizites Sequenzlernen)

    Reaktionen auf eine sich wiederholende Positionsfolge werden schneller als auf eine zufällige: Fertigkeitengedächtnis ohne Wissen um die Folge.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Probabilistisches Kategorienlernen (Wettervorhersage-Aufgabe)

    Hinweiskarten sagen Regen oder Sonne mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit voraus; die Leistung verbessert sich mit Rückmeldung, ohne dass die Regeln bekannt werden.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Iowa Gambling Task

    Wahlen zwischen Kartenstapeln mit unterschiedlicher Auszahlung; der Wechsel zu den vorteilhaften Stapeln zeigt Lernen aus Rückmeldung.

    Gewünscht1 Anfrage

Urteilen und Entscheiden

Viele dieser Effekte vergleichen zwei Gruppen, die verschiedene Fassungen einer Aufgabe sehen; sie brauchen das Between-Subjects-Design, das unter Plattform steht.

  • Verfügbarkeitsheuristik

    Häufigkeitsurteile folgen dem, wie leicht einem Beispiele einfallen.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Repräsentativitätsheuristik

    Wahrscheinlichkeitsurteile folgen der Ähnlichkeit mit einem Stereotyp statt den Basisraten (zum Beispiel das Linda-Problem).

    Gewünscht1 Anfrage
  • Ankereffekt

    Eine beliebige Zahl verschiebt spätere Schätzungen in ihre Richtung.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Wahrheitseffekt

    Schon einmal gelesene Aussagen werden eher für wahr gehalten als neue.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Effekt der Darbietungshäufigkeit (Mere Exposure)

    Wiederholt gezeigte Reize werden angenehmer bewertet als neue.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Angenommene Ähnlichkeit

    Menschen nehmen an, dass andere ihre Einstellungen und Vorlieben stärker teilen, als es der Fall ist.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Framing und Verlustaversion (Asian-Disease-Problem)

    Dieselben Optionen, als Gewinne oder als Verluste beschrieben, führen zu verschiedenen Entscheidungen.

    Gewünscht2 Anfragen
  • Besitztumseffekt

    Wer etwas besitzt, verlangt dafür mehr, als andere zu zahlen bereit sind.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Zeitliche Diskontierung

    Wahlen zwischen einer kleineren Belohnung jetzt und einer größeren später; die Diskontierungskurve der Klasse.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Erwartungswert-Paradoxien und intransitive Entscheidungen

    Entscheidungsprobleme, bei denen Präferenzen Erwartung × Wert verletzen oder intransitiv sind (zum Beispiel das Allais-Paradox).

    Gewünscht1 Anfrage
  • Transitives Schlussfolgern

    Schlüsse über geordnete Relationen (A ist größer als B, B ist größer als C); der symbolische Distanzeffekt in den Reaktionszeiten.

    Gewünscht1 Anfrage

Emotion und Motivation

Meist kognitive Paradigmen mit emotionalen Reizen; Bilder brauchen ein lizenziertes oder selbst erstelltes Reizmaterial.

  • Emotionale Stroop-Aufgabe

    Die Druckfarbe emotionaler und neutraler Wörter oder Bilder benennen: Emotionales verlangsamt die Reaktion.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Emotionale Dot-Probe-Aufgabe

    Ein Zielreiz erscheint dort, wo ein emotionales oder ein neutrales Bild war; die Reaktionszeitdifferenz zeigt den Aufmerksamkeitsbias.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Attentional Blink mit emotionalen Reizen

    Die vorhandene Attentional-Blink-Aufgabe mit emotionalen Bildern als Zielreizen: emotionale Ziele überstehen den Blink häufiger.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Visuelle Suche mit emotionalen Bildern

    Suche nach einem bedrohlichen oder freundlichen Gesicht unter anderen: Bedrohliches wird schneller gefunden.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Approach-Avoidance-Aufgabe

    Positive und negative Bilder werden herangezoomt (Annäherung) oder weggezoomt (Vermeidung); kompatible Bewegungen sind schneller.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Affektives (evaluatives) Priming

    Zwei evaluative Reize nacheinander, Wörter oder Bilder; der zweite wird schneller als positiv oder negativ eingeordnet, wenn der erste dieselbe Valenz hatte.

    Gewünscht3 Anfragen

Soziale Kognition

  • Impliziter Assoziationstest (IAT)

    Sortieren mit kombinierten Kategorien (Greenwald et al., 1998); die Reaktionszeitdifferenz zwischen den beiden Zuordnungen ist der IAT-Effekt.

    Gewünscht2 Anfragen
  • Affect Misattribution Procedure (AMP)

    Auf ein kurz gezeigtes Bild folgt ein neutrales Zeichen, das als angenehm oder unangenehm bewertet wird; die Valenz des Bildes färbt das Urteil (Payne et al., 2005).

    Gewünscht1 Anfrage

Wahrnehmung, räumliche Kognition und Neuropsychologie

  • Redundant-Target-Effekt

    Einfache Reaktionen auf einen Punkt oder auf zwei Punkte zugleich; auf zwei Punkte wird etwas schneller reagiert.

    Ausprobieren
    Umgesetzt in v0.12.71 Anfrage
  • Gabor-Muster (Kontrast- und Orientierungsschwellen)

    Eine psychophysische Treppenmethode mit Gabor-Mustern: die Entdeckungs- oder Unterscheidungsschwelle der Klasse.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Visuelle Maskierung

    Ein Zielreiz, gefolgt von einer Maske mit variablem Abstand; das Erkennen in Abhängigkeit vom Intervall.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Linienhalbierung (Pseudoneglect)

    Die Mitte waagerechter Linien auf dem Touchscreen markieren; Gesunde irren leicht nach links.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Durchstreichaufgabe (Cancellation Task)

    Alle Zielreize unter Ablenkern finden und antippen; Suchpfad und Auslassungen wie in den Neglect-Tests.

    Gewünscht1 Anfrage

Plattform

  • Between-Subjects-Designs

    Zufällige Zuteilung der Studierenden einer Sitzung zu zwei oder mehr Fassungen einer Aufgabe, mit dem Vergleich der Gruppen auf dem Dashboard.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Ziffernspanne: zwei Folgen pro Länge

    Eine Option, jede Listenlänge zweimal zu zeigen, wie im Standardverfahren der Ziffernspanne.

    Gewünscht1 Anfrage
  • Größere Aufgabendarstellung auf Laptops

    Der Aufgabenbereich ist auf etwa 1024 px begrenzt; auf einem Laptop könnten die Reize mehr vom Bildschirm nutzen.

    Gewünscht1 Anfrage