Alle paar Wochen ändert sich hier etwas: neue Experimente, neue Einstellungen, ein besseres Dashboard. Hier schreibe ich es auf, neueste zuerst, für die, die Sitzungen leiten, nicht für Entwickler.
Semester-Update
Zwei Mails im Jahr, mehr nicht
Wenn du nicht immer wieder hier nachsehen willst: Vor jedem Semesterstart, im Februar oder März und im August oder September, schicke ich eine kurze Mail mit allem, was seit der letzten dazugekommen ist. Kein Marketing, keine Erinnerungen, und eine Antwort genügt, um es zu beenden.
Der Knopf öffnet dein Mailprogramm mit ausgefülltem Betreff; du musst nichts schreiben, eine leere Mail an marian.sauter@uni-ulm.de genügt.
Deine Adresse landet in meinem Postfach und sonst nirgends. Classperiment speichert nichts, und mit deinen Sitzungen oder Ergebnissen hat sie nichts zu tun.
Was wann kam
·v0.21.1
Ein langer Tag: Rückmeldungen aus der Lehre, die Plattform-Runde und diese Seite
Zwei Releases an einem Tag. Vormittags habe ich umgesetzt, was Kolleginnen und Kollegen mir nach dem November-Release geschrieben hatten, vier Aufgaben haben dabei dazugelernt. Abends kam eine Runde, die kein neues Experiment bringt, aber den Alltag glatter macht. Und dann diese Seite.
Linienhalbierung: Auf dem Handy verdeckte der Daumen die Linie, deshalb setzt der erste Tipp jetzt einen Marker, den du verschieben kannst, bevor du bestätigst. Das alte Protokoll bleibt als Einstellung erhalten, für Vergleiche mit früheren Durchgängen.
Die Durchstreichaufgabe hat zwei neue Einstellungen: ein breites Feld, das auf dem Handy Querformat verlangt, und eine Variante mit geschlossenen Kreisen als Zielen, nach dem Broken-Hearts-Test.
Serielle Positionskurve: Du kannst eine Ablenkaufgabe dazuschalten, 30 Sekunden Rückwärtszählen vor dem Abruf, für alle oder für die halbe Klasse. Bei der halben Klasse legt das Dashboard beide Kurven übereinander, und der Recency-Effekt verschwindet vor aller Augen.
Sperlings Teilbericht: Nach der Frage eines Kollegen habe ich die Zeiten nachgemessen, sie stimmen. Neue Einstellungen für Felddauer, Antwortzeit und Buchstaben pro Zeile helfen einer Klasse, der es zu knapp ist.
Im Dashboard öffnet „Aus Sicht der Teilnehmenden ansehen“ die laufende Aufgabe in einem neuen Tab, ohne als Teilnahme zu zählen. Praktisch am Hörsaal-PC.
Die Wortlisten von „Kategorien und Beispiele“ folgen jetzt den veröffentlichten Normen.
Einstellungen mit Auswahl sind jetzt echte Auswahlmenüs statt Zahlenfelder, bei denen man wissen musste, dass 1 „an“ heißt. Gespeichert wird weiter die Zahl, deine Lektionslinks funktionieren weiter.
Beim Einrichten folgt eine Vorschau deinen Einstellungen, du siehst also vorher, was die Klasse sehen wird.
Deutsche Dashboards schreiben endlich Dezimalkommas und ein richtiges Minuszeichen. Mentale Rotation und die SNARC-Aufgabe legen eine Ausgleichsgerade durch die Klassenmittel.
Ich habe alle 88 Aufgaben auf sehr schmalen Handys durchlaufen lassen. 23 ragten ein paar Pixel über den Rand, jetzt passen sie genau, und ein Handy unter 352 px bekommt vor dem Start einen Hinweis statt eines angeschnittenen Felds.
„Klasse simulieren“ mischt die Geräte jetzt wie ein echter Hörsaal: etwa 70 % Handys, 25 % Laptops, 5 % Tablets.
Und diese Seite. Ich wollte einen Ort, an dem du nachlesen kannst, was sich getan hat, ohne ein Changelog zu durchsuchen, dazu das Semester-Update per Mail, siehe oben.
·v0.20.8
Acht neue Aufgaben auf einen Schlag
Der Katalog ist bei 88 Experimenten angekommen. Diesmal geht es um Wahrnehmung und Entscheiden: riskante Lotterien, die Zimmerwahl nach MouseLab, die Oddball-Aufgabe, Unaufmerksamkeitsblindheit mit den springenden Bällen, Prior Entry, Response Priming, der SNARC-Effekt und Veränderungsblindheit. Alle sind als experimentell markiert, das Paradigma ist etabliert, aber die Hörsaal-Fassung noch nicht erprobt. Wenn du eine davon laufen lässt, freue ich mich über einen Bericht.
Wie bei jeder neuen Aufgabe sehen Studierende ihr eigenes Ergebnis erst nach deiner Freigabe, damit niemand dem Nachbarn den Effekt verrät.
Fünf neue Aufgaben und die ersten Umbauten direkt aus dem Hörsaal
Interferenz, abrufinduziertes Vergessen, die Wason-Wahlaufgabe, die psychologische Refraktärperiode und Habituation kommen dazu, jetzt 80 Experimente. Der wichtigere Teil: Kolleginnen und Kollegen haben mir nach ihren Vorlesungen geschrieben, was im Raum nicht gepasst hat, und vier Aufgaben haben sich deshalb geändert.
Posner-Cueing und Inhibition of Return zeigen jetzt ein Dreieck mit Spitze oben oder unten als Ziel, und du kannst den Abstand zwischen Hinweis und Ziel (und die Validität) selbst einstellen.
Der Ankereffekt hat seine mittlere Option „etwa gleich“ verloren; jetzt legt sich jeder Vergleich auf eine Richtung fest, wie im Original.
Die Mentale Rotation zeigt im Dashboard die Fehlerrate pro Winkel, nicht nur die Reaktionszeiten.
Es gibt jetzt eine Seite, die erklärt, wie du das Projekt unterstützen kannst, wenn du magst. Dahinter ist nichts verschlossen, Classperiment bleibt kostenlos.
Das war der große Sprung. Im Oktober hatte ich gefragt, was in der Lehre fehlt, und die Antwort waren 51 Experimente. Vierzig davon gingen mit diesem Release live, von Gedächtnis und Lernen bis zu Urteilen, Bewertung und Emotion, drei davon ganz neue Kategorien in der Bibliothek. Dazu kamen Dinge, die ich mir lange gewünscht hatte: die zufällige Zuteilung von Studierenden zu Fassungen einer Aufgabe für Between-Subjects-Designs, Ergebnisse gesamt oder nach Gerät, eine größere Darstellung auf Laptops und die Markierung „experimentell“ für alles, was noch nicht im Hörsaal gelaufen ist.
Die Aufgabenbibliothek hat eine Kategorienleiste, einen Filter für Kern- und experimentelle Aufgaben und eine Vorschau jeder Aufgabe.
In jeder neuen Aufgabe sehen Studierende ihr Ergebnis erst nach deiner Freigabe.
Kolleginnen und Kollegen hatten angefangen, mir die Paradigmen zu schicken, die ihnen fehlen, also sammelt die Wunschliste sie jetzt nach Bereich, mit Stand: gewünscht, geplant, gebaut. Der erste gebaute Wunsch ist der Redundant-Target-Effekt, den eine Kollegin in ihrem Forschungspraktikum lehrt. Und die Texte zu Posner-Cueing, Inhibition of Return und visueller Suche sagen jetzt genauer, was sie messen, nach den Anmerkungen eines Kollegen.
Buchstabensuche, zwei umgebaute Aufgaben und ein Menü
Die Buchstabensuche ist eine neue Aufgabe zum Lernen von Ortswahrscheinlichkeiten, und die erste, bei der Studierende ihr Ergebnis erst nach deiner Freigabe sehen. Das Kartensortieren ist näher am klassischen Sortiertest neu gebaut, die Buchstabenvergleichsaufgabe gleich mit, nachdem einem Kollegen aufgefallen war, dass seine Klasse auf Zufallsniveau landete. Der Seitenkopf hat jetzt ein Menü, Online-Stichproben können mit einem Abschluss-Link enden, und die Tutorial-Seite hat kurze Videos zu einzelnen Schritten.
·v0.12.2
Eine Sicherheitsprüfung, Aufgabenzeiten und zwei Datenkorrekturen
Bevor der Code öffentlich wird, habe ich ihn von außen prüfen lassen. Die Befunde sind behoben: Klassenergebnisse brauchen jetzt den Schlüssel der Lehrperson, Veröffentlichungen enthalten nur noch Klassenstatistiken, und jede Übermittlung wird geprüft. Sichtbarer für dich: Jede Aufgabe zeigt, wie lange sie mit deinen Einstellungen dauert. Und zwei Datenkorrekturen: Die Flanker-Pfeile brechen auf Handys nicht mehr um, und eine Bedingung ohne einen einzigen gültigen Durchgang bleibt leer, statt 0 ms zu zeigen.
·v0.11.0
Eine Seite für Lehrende, mit Videos
Wenn du einer Kollegin in fünf Minuten zeigen willst, was Classperiment in der Vorlesung macht: Die neue Seite für Lehrende hat ein Überblicksvideo, das Tutorial mit Kapiteln und Transkript und drei Karten zu Beitritt, Katalog und Klassenergebnis. Die Videos kommen vom eigenen Server, ohne fremden Player, ohne Tracking.
·v0.10.0
Ein Feedback-Formular auf jeder Seite
Fehler, Idee oder sonst etwas: Im Fußbereich, unter der Download-Zeile der Ergebnisseite und in den Werkzeugen des Dashboards gibt es ein kleines Formular. Eine Mailadresse ist freiwillig und nur dafür da, dass ich antworten kann. Auf Bildschirmen, auf denen gerade gemessen wird, taucht es nie auf.
·v0.9.1
Neuer Name: Classperiment
Aus Cognimize Classroom wurde Classperiment, unter classperiment.com. Die alte Adresse leitet weiter, gedruckte QR-Codes und die Links in deinen Folien funktionieren also weiter. Gleichzeitig habe ich angefangen, Besuche mit einem selbst gehosteten Analysewerkzeug zu zählen, ohne Cookies, Sitzungscodes oder Ergebnisse, einfach um zu wissen, ob da draußen jemand ist.
·v0.8.0
Was die Fokusgruppen uns beigebracht haben
Studierende haben sich mit uns hingesetzt und die Aufgaben auf ihren eigenen Handys ausprobiert. Das Ergebnis: Jede Aufgabe erklärt jetzt die Touch-Bedienung, die sie wirklich nutzen, die Übungsrunde endet mit einem Knopf statt eines Timers, die Ergebnisseite erklärt ihre Begriffe, und eine Klasse kann sich mit einer anderen Klasse oder einem Vergleichswert vergleichen. Den Katalog kannst du ohne Sitzung ausprobieren.